Mit der Luca-App  kann überall da eingesetzt werden, wo Menschen zusammenkommen. Und ermöglicht verschlüsselte und datenschutzkonforme Kontaktdaten­aufnahme und eine schnelle und lückenlose Nachverfolgung von Infektionsketten.

Wir haben bei von uns ausgeführten Trauerfeiern und Beisetzungen einen QR-Code

zum scannen vorbereitet um  sich so an Orten mit dem Smartphone ein- und auschecken – zum Beispiel in unser Tenne oder kleinen Kapelle oder in Friedhofskapellen und Kirchen zu ermöglichen.

Das Auschecken, kann die App durch die sogenannte „Geofencing“-Technolgoie auch automatisiert übernehmen.

 

 

Beratung und Information auf einer Messe in Hamburg 

Ohlsdorfer Friedensfest 2021 15:00 Uhr 24.07. – 08.08.2021 Ohlsdorfer Friedhof, Fuhlsbüttler Str. 756, Bombenopfer Ohlsdorfer Friedensfest vom 24.7. bis 8.8.2021Was ist das Ohlsdorfer Friedensfest? Vor 78 Jahren erlebte die Hamburger Bevölkerung in den Nächten des „Ham­bur­ger Feuersturms“ den Höhepunkt der Bombardierung der Stadt durch die Alliierten – eine unvorstellbare, entsetz­liche Kriegshölle. Die für die Hansestadt und ihre Menschen bisher größte Katastrophe war die Folge der national­sozialis­tischen Herrschaft, was alles andere als ein Fest begründet – darf man daher von einem „Friedens­fest“ sprechen? Das Friedensfest versteht sich als Feier der Befreiung vom Nationalsozialismus. Damit stärkt es die heute geltenden demokratischen Wer­te, insbesondere die Anerkennung der Würde des Menschen. Das sind Werte, die das damalige NS-Regime verachtete und permanent missachtete. Rechtsradikale haben zwischen 2003 und 2009 bei den Gräbern der Bombenopfer diffamierende Kund­gebungen veranstaltet und versucht, die natio­nalsozialistischen Verbrechen zu relativieren. Da­raufhin bildete sich das „Bünd­nis Ohlsdorfer Frie­densfest“, das mit dem Friedens­fest durch Prä­senz und konstruktiven Gegenentwurf diesen Versuchen der Umdeutung der Geschichte ent­ge­gen­tritt. Gleich­zeitig werden im Rahmen des Friedens­festes neue Formen des angemessenen Gedenkens ge­sucht und erprobt, womit es ein Beispiel für aktives Friedenshandeln sein soll.Nach einem Jahr pandemiebedingter Einschrän­kungen werden die Traditionen des Friedensfestes in 2021 wieder aufgenommen: Eine Eröffnungs­ver­anstaltung mit der Vorstellung des Bündnisses und einer Präsentation der Ausstellung „Facing Death“ von Claudia Guderian, ein Vortrag von Susanne Bienwald zum 100. Geburtstag Wolfgang Borcherts, ein "Fiktiver Dialog mit France Bloch-Sérazin“ und weitere Veranstal­tungen erwarten Sie am Mahnmal für die Bombenopfer, im Garten der Frauen und an anderen Orten auf dem Ohlsdorfer Friedhof.Hier das Programm S a m s t a g,   2 4 .  J u l i 15.00 Uhr - Eröffnung des 12. Ohlsdorfer Friedensfestes. Das Bündnis stellt sich vor. Achtung: Fällt aus: Grußwort von Anja Reuss (Zentralrat der Sinti und Roma).Stattdessen: Traute Springer-Yakar (VVN/BdA): Wir werden sie nie vergessen!  - - - Esther Bejarano ist am 10.07.2021 im Alter von 96 Jahren gestorben. Sie war so vieles: Künstlerin, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, prominente Mahnerin gegen neofaschistische Umtriebe und unermüdliche Aufklärerin für Schulkinder und Jugendliche.16.00 Uhr - Facing Death - Totenmasken. Die Hamburger Künstlerin Claudia Guderian ergänzte die Figurengruppe von Gerhard Marcks mit sieben Beton­stelen mit Bronze-Toten­masken. Damit soll den Opfern des Feuersturms 1943 gedacht werden: Alte, Frauen, Kinder und Männer, die nicht an der Front waren. Sie sind in der tausend Grad heißen Stadt zu gesichtslosen Larven geschrumpft. Gefördert von der Charles und Elly Krüger-Stiftung. S o n n t a g,  2 5. J u l i 11.00 Uhr - Gottesdienst„... er denkt, dass es dann doch wohl die Wahrheit sein muss." In Texten Wolfgang Borcherts, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, stößt die Sehnsucht danach, in der Welt einen Platz zu finden, auf eine, die keine Geborgenheit bietet. Auch in biblischen Texten spiegeln sich solche Erfahrungen. In Musik, Gebeten und Segen drücken wir unsere Hoffnung aus, mit ihnen leben zu können. Mit Gero Weiland, Trompete13.00 Uhr - Katharina Jacob„ Widerstand war ihr nicht in die Wiege gelegt.“ Ilse Jacob stellt den präzisen und eindringlichen Bericht ihrer Mutter vor und berichtet auch von Liedern, die während der Haft und später eine besondere Bedeu­tung für sie hatten. Musik: Uwe Böhm-Everding. Anschließend Gang zu den Gräbern der Valvo-Zwangsarbeiterinnen mit Gedenken dort. 13.45 Uhr - Treffpunkt Einfahrt, Fuhlsbüttler Straße. Eine Führung in französischer Sprache zu den Stätten der Erinnerungskultur an Krieg und Gewalt im 20. Jahrhundert. Im „Garten der Frauen“ berichten wir über das Leben der in Hamburg 1943 hingerichteten fran­zösischen Widerstands­kämpferin France Bloch-Sérazin. Per  Bus und zu Fuß führt die Tour zu Welt­kriegs­gräbern, zu Grä­bern der Bombenopfer im Feuer­sturm 1943 über Hamburg, sie zeigt internationale Grabfelder von Opfern der Zwangsarbeit und KZ-Häftlingen. Leitung: Cornelia Strauß. Anmeldung bis 21. Juli an blankeneser.gespraeche@blankenese.deS a m s t a g,  3 1.  J u l i14.00 Uhr - Treffpunkt Wasserturm, Cordesallee (Garten der Frauen) Fiktiver Dialog mit France Bloch-SérazinDas dreiköpfige Team "Antikriegsambulanz" führt den "Fiktiven Dialog“ mit der französischen Widerstandskämpferin France Bloch-Sérazin auf. Ein vor kurzem aufgestellter Gedenkstein im „Garten der Frauen“ erinnert an sie. Mit Rachid Messaoudi, Lilli Mundt und René Senenko, musikalische Begleitung Uwe Levien. S o n n t a g,  1.  A u g u s t14.00 Uhr - Treffpunkt: Garten der Frauen. Erinnerung an NS-Verfolgte und Widerstands­kämpferinnen. Im vergangenen Jahr wurden im Garten der Frauen Erinnerungs­steine für Toni Pergelt, Lonny Beese, Lilli Giordano, Dörte Helm und Renate Strübing-Wagner aufgestellt. Sie alle waren einst auf dem Ohls­dorfer Friedhof bestattet worden, nur gibt es ihre Gräber nicht mehr. Darum wurden die Erinnerungssteine für sie aufge­stellt. Heute wird der Lebensweg dieser Frauen präsentiert.16.00 Uhr - Erinnerungsorte aufbauen - Faschismus abreißen. Ausgehend von der Diskussion um das „Lagerhaus G“ am Dessauer Ufer, in dem sich ein Außenlager des KZ Neuengamme befand, wollen wir die Problematik der Entwicklung neuer Gedenkorte thematisieren. Sowohl am Gedenkort im Stadthaus als auch beim Dokumentationszentrum am Hannoverschen Bahnhof zeigte sich, dass die Zusammenarbeit mit privaten Investoren äußerst problematisch ist.  Wie eine bessere Perspektive aussehen könnte, wollen wir mit Wolfgang Kopitzsch (Initiative Stadthaus), Thomas Käpernick (Initiative Dessauer Ufer), Stefan Romey (Autor und Vorstandsvorsitzender der Hamburger Stiftung Hilfen für NS-Verfolgte) und Karin Coch (Bramfelder AK Denk-mal) diskutieren.M i t t w o c h,  4.  A u g u s t15.00 Uhr - BegegnungscaféBeim Begegnungscafé ehemals NS-Verfolgter widmen wir uns nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch dem Thema 2001-2021 - zwanzig Jahre Gedenkstättenfahrten an die Tatorte Ham­bur­ger Polizeieinheiten im Zweiten Weltkrieg. Vortrag: Wolfgang Kopitzsch. S a m s t a g,  7.  A u g u s t10.30 Uhr - Östlich der Linnestraße (Planquadrat Z 41)Öffentlicher Kriegsgräberpflegeeinsatz Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bietet anlässlich der Buchveröffentlichung unter Anleitung des Jugendarbeits­kreises einen öffentlichen Pflegeeinsatz auf der Grabanlage für Opfer des Nationalsozialismus an.13.00 Uhr - Buchvorstellung "Soldat - Kind - Zwangsarbeiterin - Deserteur“Der Runde Tisch zum Gräberfeld "Deutsche Soldatengräber" stellt seinen eben erschienenen Sammelband vor und disku­tiert die nächsten Aufgaben zur Änderung des Er­scheinungs­bildes des Gräberfelds. Veranstaltung mit Autor*innen des Sammelbandes. 15.00 Uhr - Wolfgang Borchert war (auch) ganz anders.Eine Hommage zum 100. Geburtstag. Ein lebenslustiger junger Mann, aufsässig, übermütig und leichtsinnig. Schauspieler und Tänzer wollte er werden wie Fred Astaire. Mit einer Schauspieltruppe zog er durchs Land, auf Hamburgs Kleinkunstbühnen probierte er sich aus und sang freche Lieder. Immer dem Leben und der heiteren Kunst zugewandt. Die entsetzlichen Zeitläufe haben es anders bestimmt. Vom Nationalsozialismus zerbrochen schrieb Borchert sein berühm­tes Drama „Draußen vor der Tür“. Eine tödliche Schwere lag über den letzten Jahren seines kurzen Lebens. Die Hamburger Autorin Susanne Bienwald zeigt den „ganzen“ Borchert – und lässt sein lebendiges Leben wieder auferstehen. S o n n t a g,  8.  A u g u s t10.30 Uhr - Führung zu Fuß oder mit dem Fahrrad Ziel der Führungen sind Grabstätten ausgewählter Persönlichkeiten, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben. Auch die großen Grabfelder werden aufgesucht. Anmeldung bis 31.7.: 0176 7417 9415oder fuehrungen@fof-ohlsdorf.com12:00 Uhr - Zwei Hamburgerinnen im Widerstand. Wir erinnern an Erna Mros und Margarethe Hoefer, zwei Hamburgerinnen im Widerstand mit Kurzbiografien. Musik: Sascha Nedelko Bem. 14.00 Uhr - Antiziganismus. Erfahrungen der Hamburger Sinti und Roma. Erzählen und Zuhören: Die Kontinuität der Ausgrenzung, Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung unter dem NS-Terror prägen und bestimmen bis heute das Leben von Sinti und Roma.

Termine

"Erinnerungen und Austauch" sowie andere Veranstaltungen

Was erwartet mich/uns?

Klappt`s mit dem Hund - Grundlagen für ein entspanntes Zusammenleben von Mensch und Hund

Der Weg zu einer harmonischen Beziehung zu unserem Hund führt über das Verständnis der hundlichen Bedürfnisse. Erst wenn wir den Hund als Hund wahrnehmen und auf einer gemeinsamen Ebene kommunizieren, kann sich unser Vierbeiner an unserer Seite entfalten und ein stressfreies Leben führen. Hundeexperte Marc Lindhorst erklärt während seines Vortrags, was Hunde wirklich brauchen und welche Grundlage im alltäglichen Zusammenleben zwischen Mensch und Hund wichtig sind, damit sich Dein Vierbeiner im Alltag auf Dich verlassen kann. Zum 7. Mal gehen wir in der Tenne der Hornaue auf eine spannende Reise in die Psyche Deines Hundes und erfahre die Geheimnisse auf dem Weg zu einem besseren Miteinander von Mensch und Hund. Wenn Du die Persönlichkeit und das Talent Deines Vierbeiners wahrnimmst und förderst, bist Du auf dem besten Weg zu einer guten Mensch-Hund-Beziehung. Wie in der Vergangenheit mit einer Kaffee/Kuchen Pause. 
Marc Lindhorst von Martin Rütter DOGS Kiel und Lübeck 

Anmeldungen bitte bis 25.9.2021

Text gerne kopieren und verteilen.

Wann: 

  •  2. Oktober 2021, 14-16 Uhr 

Wo: 

 

In unserer Trauertenne mit max. 60 Personen 

 

Kosten:

pro Person 37,- € (zum Selbstkostenpreis )

 

Melden Sie sich hier an: bestattungen@trauerhahn.de    oder über unseren Kontakt

 

Es muss eine Mindestteilnehmerzahl erreicht werden.


Muttertag und Totensonntag:

  • Verlesung von Texten und Versen 
  • Stimmungsvolle Musik und Zeit für Erinnerungen
  • Gesprächskreis zum Austausch - Stehcafé mit Kaffee und Kuchen (natürlich sind auch Sitzplätze vorhanden)

Wann: 

  • Muttertag,  9. Mai 2021, 15.00 bis 17.30 Uhr - ausgebucht ! (Beschränkung Personenanzahl Covid 19 auf 25 Teilnehmer)
  • Totensonntag, 21. November 2021, 16.00 bis 18.30 Uhr

Wo: 

In unserer Trauertenne mit max. 60 Personen (bei aktueller Landesverordnung Covid 19 NUR 25 Personen möglich)

 

Kosten:

pro Person 25,- € (zum Selbstkostenpreis - der Rest würde an ein Hospiz gespendet werden)

 

Melden Sie sich hier an: bestattungen@trauerhahn.de    oder über unseren Kontakt

 

Es muss eine Mindestteilnehmerzahl erreicht werden.


Erinnerung ist ewige Gegenwart – Gedanken zum Totensonntag 

 

Erinnerung ist ewige Gegenwart.

Die letzten Blätter sind am Fallen, die Natur hat ihr Wachstum eingestellt, die Zugvögel sind von dannen gezogen und krächzend schreiten Raben über abgeerntete Felder und mager gewordene Wiesen. Winter liegt nasskalt in der dunstigen Luft, die in sich den Odem des ersten Schnees bewahrt. Raureif bedeckt morgens hauchzart, fast seidenen Schleiern gleich die Zweige der mittlerweile in sich ruhenden Bäume und Sträucher. Nebel legt über die Welt. Der Himmel ist von grauen Wolken verhangen. Leben stirbt geruhsam. „Man nehme mir niemals meine nebligen Novembertage“, wie der verstorbene Senator für Stadt – und Bauentwicklung Berlin a.D. es ausdrückte.

 

Der November, der Monat in dem das große Sterben in der Natur beginnt,

ist traditionell der Monat des Gedenkens. Hier in Deutschland feiern wir Allerheiligen und den Totensonntag. Am Allerheiligen gedenken die Katholiken aller Verstorbenen und wie der Name schon sagt, „Aller Heiligen“. Solchen, um deren Namen sie wissen, aber auch solchen, um deren Namen nur Gott weiß.

Der Totensonntag, ist ein Gedenktag, an dem ursprünglich der Gefallenen der Befreiungskriege von 1814 bis 1815 und der ersten Königin der Herzen, Königin Luise von Preußen, sowie aller verstorbenen Preußen gedacht wurde. Die anderen evangelischen Landeskirchen übernahmen dann diesen Tag.Genau wie die weltliche Trauerkultur.

Diesen Beitrag möchte ich neben dem kleinen geschichtlichen Exkurs nutzen, um Sie zu ermuntern, diesen Gedenktag aktiv und bewusst zu gestalten. Denken Sie an nahe Menschen: ob Verwandte, Freunde, Geschäftspartner oder Kollegen. An Menschen, die vor kürzerer oder längerer Zeit von uns gegangen sind.

 

Zünden Sie ein Licht für sie an.

Gehen Sie ins Zwiegespräch. Segnen Sie diese Menschen dafür, dass sie mit ihnen waren und dafür, was Sie durch Sie lernen durften. Denken Sie darüber nach, ob möglicherweise etwas offen ist zwischen ihnen. Verweilen Sie eine Weile in Stille und kommen ganz in der Situation an.

Wenn Sie das Gefühl haben, es ist etwas offen geblieben oder es fällt Ihnen schwer loszulassen, dann: schreiben Sie einen Brief.Nutzen Sie dafür schön gestaltetes Briefpapier oder fertigen Sie es selbst an. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Dieser Brief ist nur für Sie und den verstorbenen Menschen bestimmt. Sie können Ihre ganze Sehnsucht in diese Zeilen packen oder ihren ganzen Zorn. Aber auch die vielen bunten Töne dazwischen. Alles ist erlaubt. Notieren Sie, was lodernd in Ihrer Seele brennt… bis alles aus Ihnen heraus ist. Stecken Sie die Zeilen in ein Kuvert, adressieren Sie es an Ihren lieben Menschen und dann geben Sie die Post auf. Wo? Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Vergraben sie ihn in der Ruhestätte des Menschen, übergeben Sie ihn als Flaschenpost dem Meer oder gehen Sie an den Lieblingsort: an den des Verstorbenen, an Ihren oder an einen gemeinsamen. Wichtig ist, dass der Brief „aufgegeben“ wird.Denn:

 

„Ein Ritual zu sehen, klärt das Leben. Ein Ritual zu vollziehen, klärt die Seele.“

 

Tauchen Sie ein in die Erfahrung und sehen Sie, was Ihr Tun mit Ihnen macht. Lassen Sie sich von einem gelebten Stück Abschiedskultur inspirieren oder nehmen Sie daran teil, wenn auch Sie „Verwaiste Eltern“ sind. Jedes Jahr, am zweiten Sonntag im Dezember, gedenken weltweit Menschen ihrer verstorbenen Kinder und Geschwister. An diesem Abend vereint ein berührender Brauch alle Betroffenen. Um 19Uhr zünden Eltern und Geschwister ein Licht für ihren Menschen an.

 

Damit „ihr Licht für immer leuchte“.

 

Wenn die Lichter in einer Zeitzone erlöschen, entzünden sich in der nächsten Zeitzone die nächsten Kerzen, funkeln in den Herzen der Menschen und umfluten in Liebe und stillem Gedenken unsere Mutter Erde. Hier in Mecklenburg hat sich eine Gruppe von verwaisten Eltern und Geschwistern zusammen gefunden, die jedes Jahr in einem neun Jahrhunderte alten Zisterzienserkloster eine Gedenkfeier zelebriert. Selbst betroffene Künstler, wie die Keramikerin Andrea Schürgut, bringen sich in die Organisation und Gestaltung der Feier ein. Selbstverfasste Verse, aber auch Gedichte prominenter verwaister Eltern aus Vergangenheit und Gegenwart werden rezitiert, mit einer Predigt der Pastorin umrahmt und mit einem gemeinsamen Ritual vollendet. Das Foto erzählt eindrücklich die Geschichte des Zitats von Thornton Wilder: „Die Brücke zwischen dem Land der Lebenden und dem Land der Toten ist die Liebe“. Mögen die Zeilen des großen Poeten des Todes, Rainer Maria Rilke, für all diejenigen Trost sein, die um einen Menschen trauern:

 

Ob uns die Stunden wieder entfernen

Wir sind immer zusammen im Traum

Wie unter einem aufblühenden Baum

Wir werden die Worte, die laut sind, verlernen

Und von uns reden wie Sterne zu Sternen

Alle lauten Worte verlernen

Wie unter einem aufblühenden Baum.

 

P.S. Nutzen Sie diesen Tag zur Besinnung für Ihr eigenes Leben. Sie sind noch dabei. Sie dürfen sich erinnern. Sie dürfen lachen, lieben, sich bekriegen, zornig und stinksauer sein. Sie dürfen trauern. Sie können sich versöhnen. Sie können vergeben, vergessen und verzeihen. Sie dürfen Angst haben und die in Vertrauen verwandeln. Sie dürfen noch immer das tun, was Ihnen Freude bereitet. Sie dürfen Ihre Persönlichkeit entfalten. Dürfen Hindernisse überwinden und Prüfungen bestehen. Sie dürfen glücklich sein und lernen. Seien Sei dankbar dafür und kosten Sie das Leben bis zur Neige aus.

 

Publiziert 25. November 2012 | Von BiographinIW