Foto M. Hahn


Warum ist das „Prinzip Hoffnung“ bei der Bestattungsvorsorge heute ein Risiko?

 

Wir haben uns jahrelang in Watte gepackt. Wir dachten, Sicherheit sei ein Abo-Modell, das man mit Glasfaseranschluss und einer Cloud-Lösung einfach buchen kann. Doch die aktuelle Weltlage zeigt uns das nackte Gesicht der Verletzlichkeit. Wenn die Infrastruktur, die uns verbindet, wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt und die digitalen Leitungen stumm bleiben – wo finden wir dann noch Halt?

Lässt sich unsere Sterblichkeit wirklich digital „wegklicken“?

Man mag es provokant finden, aber durch die Risiken globaler Eskalationen steigt die Ungewissheit. Das ist eine nüchterne Beobachtung, kein Pessimismus. In Momenten, in denen die Welt wankt, zählen keine digitalen Abos mehr. Es zählt nur noch eines: Wer ist da? Wer kann organisieren? Wer besitzt noch die analoge Tatkraft, wenn die Technik versagt? Wir müssen aufhören, so zu tun, als wäre eine Bestattung ein bürokratischer Akt, der im Notfall schon irgendwie „mitläuft“. Wenn die Würde des Einzelnen im Chaos verloren geht, ist das der größte Verlust.

 

 

Warum ist die Haltung „Mir doch egal, was nach mir kommt“ gefährlich?

 Mir begegnet immer häufiger die Einstellung: „Wenn ich tot bin, spüre ich nichts mehr. Macht doch mit mir, was ihr wollt.“ Man könnte dies für Gelassenheit halten – in Wahrheit ist es die Gipfelform der Respektlosigkeit. Wer so denkt, lässt seine Angehörigen in einer Zeit, in der vielleicht kein Telefon mehr klingelt und kein Amt mehr besetzt ist, allein. Er bürdet ihnen nicht nur die Trauer auf, sondern ein organisatorisches Chaos. Wer keine Vorsorge trifft, nimmt in Kauf, dass sein Abschied zu einem anonymen Massen-Ritual verkommt. Das ist eine Haltung, die ich für zutiefst verantwortungslos halte.

Wie schaffen wir analoge Sicherheit auf eigenem Grund?

Wir in Ammersbek haben uns entschieden, nicht mehr auf das „Prinzip Hoffnung“ zu setzen. Wir verlassen uns nicht darauf, dass der Server in der Cloud unsere Hinterbliebenen rettet. Wir setzen auf das Kleine, das Autarke und das Echte. Analoge Vorsorge bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für die Menschen, die man liebt. Es bedeutet, Dokumente in Papierform bereitzuhalten, Wünsche schriftlich zu fixieren und Wege zu wählen, die unabhängig von digitaler Infrastruktur bestehen bleiben.

 

Haben Sie Ihre Vorsorge bereits analog und krisensicher geregelt?

 

 

Der Trauerhahn.


Ihre Stimme für eine moderne Bestattungskultur

 

 

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

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