„This is my life“ – Ein knallroter Abschied an der Ohlsdorfer Treppe

 

Wenn eine Hamburger Unternehmerin geht, die ihr Leben dem geschriebenen Wort und der Werbewelt gewidmet hat, darf das Ende kein grauer Standard sein. Wer über Jahrzehnte die „RedBox“ – das Standardwerk für Werbefachleute – herausgegeben hat, hinterlässt Spuren, die weit über das Geschäftliche hinausgehen. Für ihren letzten Auftritt in Ohlsdorf kam daher nur eine Farbe infrage: Ein leuchtendes, mutiges Rot.

Ein Farbtupfer gegen das Vergessen

Auf einer Grabfläche direkt neben einer der prachtvollen historischen Treppen des Ohlsdorfer Friedhofs bot sich den Gästen ein Bild, das man so schnell nicht vergisst. Hier dominierte kein dunkler Samt, sondern ein knallroter Sonnenschirm. Darunter, geschützt vor dem Hamburger Wind, thronte die Urne – ebenfalls in einem kräftigen, glänzenden Rotton gehalten.

 

Es war ein „Open-Air-Abschied“, der die Ästhetik der Verstorbenen bis ins letzte Detail widerspiegelte. Der rote Schirm war weit mehr als ein praktischer Schutz; er war ein Signal: Hier ruht eine Frau, die keine Angst vor klaren Statements hatte.

Worte, Wein und eine Diva

Statt einer steifen Predigt wurde der Abschied am Grab zu einer lebendigen Hommage:

  • Stimmen der Freundschaft: Wegbegleiter traten vor und ließen das Leben der Verlegerin in persönlichen Anekdoten Revue passieren.

  • Ein letzter Toast: Es wurde nicht nur geschwiegen, es wurde gewürdigt – standesgemäß mit einem Glas Wein in der Hand, um auf sie anzustoßen.

  • Der große Abgang: Als schließlich die unvergleichliche Stimme von Shirley Bassey mit ihrer Hymne „This is my life“ über die Grabfelder erscholl, war der Gänsehautmoment perfekt. Eine Diva verabschiedete eine Diva.

Den roten Faden weiterspinnen

Individuelle Bestattung bedeutet für uns, den roten Faden eines Lebens bis zum Grab weiterzuführen. Wenn die Trauergäste lächeln müssen, weil sie die Verstorbene in diesem roten Sonnenschirm und der Musik sofort wiedererkennen, dann ist der Abschied gelungen.

 

Es war kein trauriges Ende, sondern eine perfekt gestaltete Signatur unter einem großen Kapitel Hamburger Verlagsgeschichte. Solche Momente zeigen, dass eine Bestattung so einzigartig sein darf wie der Mensch selbst – unabhängig von Konventionen oder dem Geldbeutel. Wir ermöglichen solche individuellen Wege für jeden, sei es im Rahmen einer klassischen Beisetzung oder einer Sozialbestattung, bei der die Kosten auf Antrag von der Stadt übernommen werden können.

 

 

 

Der Trauerhahn

 

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„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

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