In unserem Familienunternehmen, das seit 1872 in der 4. Generation besteht, haben wir eines gelernt: Trauer braucht Zeit – und manchmal auch eine zweite Entscheidung. Wenn Sie uns mit einer Feuerbestattung beauftragen, schenken Sie uns Ihr Vertrauen. Doch wir wissen auch, dass Gefühle sich nicht immer an Termine oder Verträge halten.
Bevor die Einäscherung tatsächlich erfolgt, stellen wir mit unserer Auftragsbestätigung eine entscheidende Frage. Wir horchen nach, ob das Herz vielleicht doch noch einen Wunsch hegt, den der Kopf im ersten Gespräch noch nicht formulieren konnte.
Oft wird erst nach der ersten Schockphase klar, was für den persönlichen Abschied noch fehlt:
Die letzte Sichtbarkeit: Möchten Sie doch noch einmal eine Verabschiedung am offenen oder geschlossenen Sarg, bevor der Weg zum Krematorium angetreten wird?
Geistige Begleitung: Möchten Sie den genauen Zeitpunkt der Einäscherung wissen, um in diesem Moment ganz bewusst innezuhalten?
Präsenz vor Ort: Wussten Sie, dass es die Möglichkeit gibt, die Einäscherung persönlich zu begleiten und den Verstorbenen bis zum letzten Moment zu behüten?
In dem Moment, in dem ein Auftrag unterschrieben ist, könnten wir als Bestatter einfach „funktionieren“. Doch genau hier zeigt sich unser Anspruch. In dieser sensiblen Phase sind Sie für uns keine bloßen Auftraggeber, sondern Menschen im Abschiedsprozess.
Wir geben Ihnen bewusst den Raum, Ihre Entscheidungen zu revidieren oder zu ergänzen. Eine Einäscherung ist ein endgültiger Schritt – der Weg dorthin muss sich für Sie zu jedem Zeitpunkt richtig und stimmig anfühlen.
Es ist unsere Aufgabe, nicht nur komplexe Behördengänge für Sie zu erledigen, sondern Ihnen diese feinen, menschlichen Nuancen der Abschiednahme zu ermöglichen. Ob es die klassische Urnenbeisetzung oder eine schlichte Seebestattung ist – wir stellen sicher, dass Ihre Bedürfnisse den Takt angeben.
Auch in Fällen einer Sozialbestattung, bei der die Kosten nach Antragstellung von der Stadt übernommen werden können, achten wir mit derselben Sorgfalt darauf, dass der menschliche Aspekt und die Möglichkeit zum Innehalten niemals verloren gehen.
Der Trauerhahn
Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“
„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der
4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.
Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.
In unserem Kolumnen-Chatroom – unserem digitalen Gästebuch – möchten wir Ihnen den Raum geben, den die Bestattungskultur so dringend benötigt:
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