Der Tod geht uns nichts an – Eine paradoxe Beruhigung

Kürzlich hörte ich einen Satz von Ferdinand von Schirach, der mich innehalten ließ: „Der Tod geht uns nichts an.“ Das klingt im ersten Moment fast provokant – besonders für jemanden wie mich, der sich täglich von Berufs wegen mit dem Ende des Lebens beschäftigt. Doch hinter diesen Worten verbirgt sich eine befreiende Weisheit des Philosophen Epikur.

 

 

Die Logik dahinter ist bestechend: Solange wir da sind, ist der Tod nicht da. Und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr da. Wir begegnen ihm also nie. Warum also davor fürchten?

Trost für die Gehenden, Aufgabe für die Bleibenden

In meiner täglichen Arbeit sehe ich beide Seiten dieser Medaille. Schirachs Gedanke nimmt uns die Angst vor dem „Danach“. Er sagt uns: Du wirst nicht dabei sein, wenn du tot bist. Du wirst keinen Schmerz und keine Dunkelheit empfinden – denn dein „Ich“ ist dann nicht mehr da, um das zu erleben. Das ist der ultimative Trost für den Gehenden.

 

 

Doch als Bestatter weiß ich auch: Für die, die bleiben, geht der Tod uns sehr wohl etwas an. Er ist die schärfste Zäsur im Leben. Während der Verstorbene den Tod quasi „verpasst“, müssen die Hinterbliebenen mit seiner Abwesenheit im Alltag weiterleben.

Würde im Hier und Jetzt

Wenn wir uns keine Sorgen mehr um den Tod machen müssen, können wir uns voll und ganz auf die Fürsorge im Hier und Jetzt konzentrieren. Das gilt für die emotionale Begleitung ebenso wie für die ganz praktischen Sorgen.

 

Viele Menschen scheuen das Thema Bestattung, weil sie hohe Kosten fürchten. Doch die Würde eines Abschieds darf niemals am Geld scheitern:

  • Sozialbestattungen: Wir sind offen für alle Sozialbestattungen. Wenn die Voraussetzungen stimmen, werden die Kosten nach Antragstellung von der Stadt übernommen. Wir begleiten Sie sicher durch diesen Prozess.

  • Seebestattungen: Oft die kostengünstigste und zugleich eine sehr naturverbundene Form des Abschieds.

  • Bestattungsfreiheit: Wir kämpfen mit unserer Petition „Urne zu Hause“ dafür, dass Angehörige die Freiheit haben, den Ort des Gedenkens selbst zu bestimmen – für einen Abschied ohne staatliche Bevormundung.

Das Leben feiern

Schirachs Zitat erinnert uns daran, das Leben zu feiern, solange wir „da“ sind. Wenn die Zeit des Gehens kommt, dürfen Sie darauf vertrauen, dass wir uns um alles andere kümmern – um die Behörden, die Zeremonie und den würdevollen Rahmen. Damit Sie in Frieden trauern können.

 

 

 

Der Trauerhahn

 

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

In unserem Kolumnen-Chatroom – unserem digitalen Gästebuch – möchten wir Ihnen den Raum geben, den die Bestattungskultur so dringend benötigt:

 

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