Preppen für den Weltuntergang – aber die Vorsorge wird vergessen?

 

Wenn man sich heute in Deutschland umhört, begegnet einem ein Wort immer öfter: „Preppen“. Angesichts der wirtschaftlichen Wetterlage und einer Welt, die gefühlt aus den Fugen gerät, füllen Menschen ihre Keller. Da werden Konservendosen gestapelt, Notstromaggregate poliert und Goldmünzen unter der Matratze versteckt. Man bereitet sich auf das „Große Beben“ vor, auf den Tag, an dem das System Pause macht.

Der volle Keller und das leere Formular

Es ist schon erstaunlich: Da wird für Szenarien geplant, die hoffentlich nie eintreten, aber für das eine Ereignis, das uns garantiert alle trifft, herrscht oft gähnende Leere in den Aktenordnern.

 

 

In vielen Familien wird an alles gedacht – vom Wasserfilter bis zum Kurbelradio. Man sorgt sich um die Sicherheit aller Angehörigen und hat dabei auch die älteren Generationen fest im Blick. Aber wenn ich dann im Alltag zu Hilfe gerufen werde, stelle ich oft fest: Der Keller ist zwar voll, aber die eigentliche Vorsorge wurde nicht „geknackt“.

Die Paradoxie der Sicherheit

Es ist ein Phänomen, das ich bei meinen täglichen Begleitungen immer wieder erlebe. Wir haben Menschen, die sich auf einen Blackout vorbereiten, aber beim Thema Bestattungsvorsorge oder Patientenverfügung sagen: „Ach, darüber reden wir ein andermal.“

 

  • Man bunkert Treibstoff für das Auto, hat aber oft keine Rücklagen für eine würdevolle Bestattung gebildet.

  • Man sorgt vor, um im Chaos zu überleben, lässt aber die Hinterbliebenen im Chaos zurück, weil niemand weiß, ob eine Erdbestattung oder eine Seebestattung gewünscht war.

  • Man will „autark“ sein, macht sich aber völlig abhängig von den Entscheidungen fremder Behörden, weil keine Vollmachten existieren.

Vorsorge ist mehr als nur Mehl und Wasser

Ich sage das oft in meinen Gesprächen: Wahres „Preppen“ fängt nicht im Vorratsregal an, sondern beim ehrlichen Blick in den Spiegel. Wer wirklich seine Lieben schützen will, der sorgt dafür, dass im Ernstfall alles geregelt ist.

 

 

Echte Sicherheit bedeutet, dass die Kinder nicht vor einem Berg an ungelösten Fragen stehen, während die Welt draußen verrückt spielt. Dass die Kosten geklärt sind und der eigene Wille feststeht.

Mein Fazit als Trauerhahn

Es ist gut, vorbereitet zu sein. Aber vergessen wir über der Sorge um die Zukunft nicht die Hausaufgaben der Gegenwart. Ein gut gefüllter Keller ersetzt keine unterschriebene Vorsorge.

 

Vielleicht sollten wir das „Preppen“ mal zu Ende denken: Wer für das Überleben plant, sollte auch für den Abschied vorsorgen. Das gibt eine Sicherheit, die man in keinem Supermarktregal kaufen kann – egal, wie viele Konserven man hortet. 

 

 

Der Trauerhahn

 

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

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