Waschen, Schneiden, Bestatten: Wenn die Branchen-Grenzen verschwimmen

Manchmal sitzen wir hier in illustrer Runde – das Team, die Visionen und ich – und plötzlich wird die Decke im Büro gefühlt ein Stück tiefer. Wenn der Kopf nach Veränderung schreit, kommen Ideen auf den Tisch, die entweder ein Geniestreich sind oder einen direkt auf die Couch eines Therapeuten befördern könnten.

 

 

Ich erinnerte mich an einen Plan von vor gefühlt 40 Jahren: Ein Beratungsbüro direkt im AEZ in Poppenbüttel. Ein Rundum-Sorglos-Paket mitten im Konsum-Tempel. Die Antwort damals? Ein entsetztes „Bloß nicht!“. Im Einkaufszentrum will man Lust verspüren, Sekt trinken und neue Garderobe shoppen. Der Tod passt halt schlecht zu einer neuen Designer-Handtasche. Doch wenn ich heute den Leerstand dort sehe, frage ich mich: Sind sie jetzt, 40 Jahre später, bereit für die „letzte Shopping-Tour“?

Synergien der besonderen Art

Passend dazu flimmerte neulich eine Fernsehproduktion über den Schirm, die in Brandenburg zeigte, dass die Kombination zweier Berufsfelder wunderbar funktionieren kann: Da liegt ein Bestattungsunternehmen Wand an Wand mit einem Friseursalon. Nur einen Flur weiter wird geföhnt, während nebenan die Vorsorge besprochen wird.

 

Eigentlich konsequent, oder? „Einmal die Spitzen schneiden und danach kurz die Urne aussuchen.“ Man spart sich die Wege, und die Frisur sitzt für die Ewigkeit. In einer Welt, in der alles „Concept Store“ heißt, wäre das die ultimative Synergie.

Die U1-Strategie: Beratung auf Schienen

Aber wir haben das Ganze in unserer Runde noch weitergesponnen. Wenn das AEZ uns nicht will, gehen wir eben mobil: Die U1 – Underground-Beratung inklusive Stadtrundfahrt.

 

 

Stellen Sie sich das vor: Hinten an die U-Bahn wird ein wunderbarer, tiefschwarzer Salonwagen angehängt. Während draußen die Hamburger Haltestellen vorbeiziehen, besprechen wir drinnen bei einem Espresso die Details. Einmal Ohlstedt und zurück, und die Vorsorge steht. „Nächster Halt: Friedhof Ohlsdorf – bitte links aussteigen und die Zukunft regeln.“

Den Bogen um das Thema brechen

Das ist natürlich herrlich unrealistisch und charmant absurd. Aber im Kern zeigt es doch eines: Warum machen wir eigentlich so einen weiten Bogen um dieses Thema? Vielleicht ist die Welt noch nicht bereit für den „Bestattungs-Pop-up-Store“ zwischen Fast-Food und Parfümerie, aber träumen darf man ja wohl noch.

 

Am Ende ist es egal, ob im Salonwagen, beim Friseur oder im klassischen Büro – wichtig ist, dass man überhaupt darüber spricht. Und wer weiß, vielleicht ist die günstigste Variante, die Seebestattung, am Ende doch die entspannteste – ganz ohne Parkplatzsorgen oder Föhnwelle.

Würde für jeden – ohne Barrieren

Wir bleiben für Sie am Ball. Und für alle, die sich Sorgen um die Kosten machen: Wir sind für alle Sozialbestattungen offen. Wenn die Stadt der Antragstellung zustimmt, werden die Kosten übernommen – wir finden immer einen Weg, der zu Ihnen passt und Ihre Würde wahrt.

 


 

Möchten Sie Ihre Vorsorge lieber ganz klassisch oder bei einem persönlichen Gespräch planen? Informieren Sie sich hier über unsere Beratungsangebote, regionale Friedhöfe und die Möglichkeiten einer Seebestattung.

 

 

Der Trauerhahn

 

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

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