Das Erbe zwischen den Kiefern: Ist Gier beim Abschied mit der Pietät vereinbar?

 

Es gibt Momente in meinem Beruf, da möchte man kurz innehalten, den Kopf schütteln und fragen: „Habe ich das gerade wirklich gehört?“ Da sitzt man in einem Beratungsgespräch, der Vater ist gerade erst verstorben, die Tränen sind noch nicht getrocknet, die Kerze brennt noch – und dann kommt sie, diese eine Frage, die wie ein chirurgischer Schnitt durch die Atmosphäre geht: „Was passiert eigentlich mit den Goldzähnen?“ Es ist mir unbegreiflich. In einem Moment, in dem es um Abschied, Würde und das Lebenswerk eines geliebten Menschen gehen sollte, wandert der Blick mancher Hinterbliebenen bereits in den Mund des Verstorbenen, um den Materialwert zu taxieren.

Warum entlarvt sich die „Gier“ bei der Aufklärung so schnell selbst?

Wenn ich dann erkläre, dass die Zähne Teil des Körpers sind, fest im Kiefer sitzen und bei einer Einäscherung aufgrund der physikalischen Gegebenheiten nicht „einfach so“ als Goldklumpen übrig bleiben, folgt oft eine bezeichnende Reaktion. Plötzlich ziehen sie sich zurück: „Ach so... nein, unter diesen Umständen wollen wir das natürlich nicht.“

 

 

„Unter diesen Umständen“? Damit meinen sie oft nicht den moralischen Abgrund oder den Gedanken an die Versehrtheit des eigenen Vaters. Sie meinen den Aufwand. Sie meinen, dass es nicht „sauber“ und diskret geht. Es ist die Entlarvung eines Gedankens, der nie hätte laut werden dürfen.

Warum ist die Würde unteilbar?

Wer fragt, ob man dem Vater die Zähne „entnehmen“ kann, hat den Bezug zum Menschen verloren und sieht nur noch das Edelmetall. Es ist eine Form der Entwürdigung: Den Körper des Menschen, der einen vielleicht großgezogen hat, am Ende als bloßes Rohstofflager zu betrachten. Wir als Bestatter stehen hier als letzte Instanz der Würde. Wir sind nicht nur Dienstleister, sondern auch Schutzschilde für die Verstorbenen – manchmal sogar vor den eigenen Angehörigen. Denn eines ist klar: Die Würde eines Menschen endet nicht mit seinem letzten Atemzug. Und sie lässt sich sicher nicht in Gramm und Karat aufwiegen. 

Wie stehen wir für Ihre Werte ein?

Ein Abschied sollte ein Akt der Liebe und des Respekts sein. Unsere Philosophie als Familienunternehmen in vierter Generation ist es, genau diese Werte zu schützen – unabhängig davon, ob es um die Bestattung selbst oder den Umgang mit dem Verstorbenen geht:

  • Wie schützen wir die Integrität der Verstorbenen? Wir wahren die körperliche Unversehrtheit und setzen uns mit hanseatischer Strenge für eine würdevolle Behandlung ein.

  • Welche Unterstützung bieten wir bei finanziellen Sorgen? Echte Not hat nichts mit Gier zu tun. Wenn Sie finanziell belastet sind, sind wir für alle Sozialbestattungen offen, bei denen die Stadt nach Antragstellung die Kosten übernehmen kann, wenn dem zugestimmt wird.

  • Wie sieht eine würdevolle, preiswerte Bestattung aus? Als kostengünstigste Form bieten wir die Seebestattung an – ein natürlicher Abschied, der die Würde des Verstorbenen in den Vordergrund stellt, ganz ohne materielle Gedanken.

Wenn Sie einen Bestatter suchen, der nicht nur Termine abarbeitet, sondern die Würde Ihres Angehörigen als höchstes Gut schützt, finden Sie alle Informationen auf unserer Homepage.

 

 

Der Trauerhahn.


 

 

Ihre Stimme für eine moderne Bestattungskultur

 

 

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

In unserem Kolumnen-Chatroom – unserem digitalen Gästebuch – möchten wir Ihnen den Raum geben, den die Bestattungskultur so dringend benötigt:

 

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