Wer einen geliebten Menschen im Krankenhaus verliert, steht unter Schock. Das Herz steht still, die Welt dreht sich langsamer. Doch Vorsicht: Im Klinikalltag drehen sich die Uhren gnadenlos weiter. Wer glaubt, er habe tagelang Zeit, um sich zu sortieren, erlebt oft ein teures Erwachen.
Die Kühlkapazitäten in Kliniken sind knapp bemessen. Wenn Angehörige nicht innerhalb von 24 bis 48 Stunden handeln, greift der Verwaltungsapparat. Dann entscheidet nicht mehr die Pietät, sondern die Logistik.
Wenn Sie nicht zeitnah aktiv werden, übernimmt das Krankenhaus die Organisation. Es beauftragt ein Transportunternehmen mit der Überführung in ein zentrales Kühlhaus. In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein hat das oft unangenehme Folgen:
Zusätzliche Wege: Der Verstorbene wird oft kilometerweit in ein Sammel-Kühlhaus gefahren.
Doppelte Kosten: Sie zahlen die Zwangsfahrt, die Standgebühr und später den Rücktransport durch Ihren eigentlichen Wunsch-Bestatter.
Finanzielle Last: Unter 500 € bis 1.000 € Zusatzkosten kommt man bei solchen unnötigen Extratouren selten weg.
Lassen Sie sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen. Auch wenn es schwerfällt: Der Anruf beim Bestatter muss eine der ersten Amtshandlungen sein. Nur so behalten Sie die Kontrolle über die Kosten und – viel wichtiger – über den würdevollen Weg Ihres Angehörigen.
Die 24-Stunden-Marke: Spätestens am Tag nach dem Versterben sollte ein Bestatter feststehen.
Klinik informieren: Geben Sie der Station sofort Bescheid: „Bestattungshaus André Hahn ist beauftragt und übernimmt die Abholung.“
Dokumente bereithalten: Suchen Sie Personalausweis und Geburtsurkunde/Stammbuch heraus – ohne diese Unterlagen stockt der Prozess.
Kostenbremse: Wer selbst beauftragt, bestimmt den Preis. Wer die Klinik entscheiden lässt, zahlt, was am Ende auf der Rechnung steht.
Mein Rat: Trauer braucht Raum, aber die Bürokratie kennt kein Erbarmen. Wer jetzt schnell handelt, erspart sich später unnötigen Ärger und hohe Zusatzkosten.
Ihr
Der Trauerhahn
Ihre Stimme für eine moderne Bestattungskultur
Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“
„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der
4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.
Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.
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