Warum sollten wir lieber anpacken als meckern?

 

Es gibt Momente in unserem Beruf, da blickt man tief in die Abgründe – und ich rede hier nicht von der offenen Grube auf dem Friedhof. Ich rede von der deutschen Seele.

 

Haben Sie das auch schon erlebt? Man tut etwas aus tiefster Überzeugung, aus einem Impuls von Menschlichkeit oder purer Nächstenliebe heraus, und statt eines „Toll, dass du das machst“, erntet man diesen ganz speziellen, giftigen Blick. Dieser Blick, der sagt: „Na, der muss es ja haben.“

Warum richten wir uns in unserer Unzufriedenheit so gemütlich ein?

 Psychologen bestätigen das oft: Wir Deutschen richten uns in unserer Unzufriedenheit fast schon gemütlich ein. Unzufriedenheit ist eine Komfortzone. Sie ist sicher, sie ist berechenbar und man muss sich nicht bewegen.

 

Wer sich aber bewegt, wer mutig ist, wer das Herz aufmacht, der stört dieses kollektive Stillsitzen.

 

Wer gibt, der zeigt den anderen unfreiwillig, was sie selbst nicht tun. Und das schmerzt. Also wird das Gegenüber lieber zum „arroganten Gönner“ abgestempelt, bevor man das eigene Verhalten hinterfragen müsste.

 

 

Warum braucht die Welt mehr Mut zum Handeln statt Profilierungsvorwürfe?

 Ich erinnere mich an Situationen, in denen das Schicksal so unbarmherzig zuschlug – etwa beim Verlust eines Kindes –, dass jede Rechnung wie ein Schlag ins Gesicht der trauernden Eltern gewirkt hätte. Wenn man dann als Bestatter sagt: „Lassen Sie gut sein, dieser Abschied gehört heute mir“, dann tut man das für den Frieden dieser Familie. Eigentlich Momente, die Mut machen sollten. Aber wehe, man spricht darüber.

 

Dann heißt es schnell, man wolle sich profilieren. Doch ist es nicht vielmehr so: Wir brauchen diese Geschichten! Wir müssen darüber reden, dass man eben doch den Unterschied machen kann. Dass Menschlichkeit kein Marketing-Gag ist, sondern ein Handeln gegen die Bequemlichkeit der Unzufriedenheit.

Warum sollten wir das Meckern gegen ein „Danke“ tauschen?

 

Vielleicht sollten wir lernen, das „Meckern“ gegen ein „Danke“ zu tauschen. Denn am Ende des Tages ist es das Handeln, das uns wachsen lässt – und nicht das behäbige Ausruhen im Neid.

Reden wir Tacheles – Ihre Meinung im „Trauerhahn-Dialog“

 

„Tradition braucht den Austausch, und Fortschritt braucht Ihre Stimme. Als Familienunternehmen in der

4. Generation wissen wir, dass Abschiede so individuell sind wie das Leben selbst.

 

Doch oft stehen veraltete Gesetze und starre Strukturen unserem Wunsch nach Freiheit im Weg.

 

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