Die neuartige Reerdigung von MEINE ERDE verwandelt Ihren Körper in fruchtbare Erde. Ganz natürlich. Sanft und nachhaltig. Wir geben Ihren Körper an die Natur zurück. Neues, blühendes Leben kann auf dieser Erde gedeihen. Der natürliche Kreislauf schließt sich. So wird der Tod zum Anfang von etwas Neuem.
Die Reerdigung in Schleswig-Holstein
Der Kreislauf des Lebens findet in einer neuen, sanften Bestattungsform seinen Abschluss: der Reerdigung. Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, der Natur nach dem Ableben etwas zurückzugeben. In
Schleswig-Holstein wird diese Form des Abschieds bereits erfolgreich praktiziert und bietet eine greifbare Antwort auf die Frage nach der Vergänglichkeit.
Was ist eine Reerdigung?
Bei diesem Verfahren wird der Körper in einem speziellen, technologisch entwickelten Kokon auf ein Bett aus natürlichen Stoffen wie Stroh und Blumen gebettet. Innerhalb von 40 Tagen wandelt sich
der Körper durch natürliche Mikroorganismen in wertvolle Muttererde um.
Sanfter Wandel: Ohne Feuer oder chemische Zusätze entsteht aus dem Körper Erde.
Natur im Fokus: Die entstandene Erde wird anschließend auf einem Friedhof beigesetzt und dient dort als Grundlage für neues Leben.
Ein neuer Weg: Es ist eine würdevolle Alternative für alle, die eine tiefe Verbindung zur Natur spüren und ihren ökologischen Fußabdruck auch am Ende des Weges minimieren möchten.
Einblick in die Praxis: Der NDR-Beitrag
Um Ihnen diesen Prozess und die Philosophie dahinter verständlicher zu machen, hat der NDR kürzlich einen ausführlichen Bericht veröffentlicht. Er zeigt eindrucksvoll, wie die Transformation im
Kokon funktioniert und welche Bedeutung dieser Weg für die Bestattungskultur in unserer Region hat.
Aktuelle März 2026
Zwischen technischem Fortschritt und bürokratischer Willkür
Die Nachfrage nach der Reerdigung – der beschleunigten Transformation zu Humus – wächst stetig. Doch unsere aktuelle Umfrage unter den Friedhöfen in Hamburg und Schleswig-Holstein zeigt eine paradoxe Situation, die wir so nicht länger unkommentiert lassen können.
Sicherheit durch die zweite Leichenschau
Zunächst zur Klarheit: Die Reerdigung ist rechtlich der Feuerbestattung gleichgestellt. Das bedeutet, bevor der Prozess der Transformation beginnt, erfolgt – genau wie beim Krematorium – eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt. Damit ist die höchstmögliche Identifikations- und Rechtssicherheit gewährleistet. Wer sich für diese Form entscheidet, wählt einen geprüften und würdevollen Weg.
Die Paradoxie der Sargpflicht: Ein Blick auf die Gleichbehandlung
Es ist nur schwer vermittelbar, warum einige Friedhofsverwaltungen (wie in Hamburg-Altona) bei der Reerdigung weiterhin auf einer Beisetzung im Sarg beharren, während an anderer Stelle die sarglose Bestattung längst zum Standard gehört.
* Religiöse Rituale: Auf vielen Friedhöfen ist die Beisetzung im Leichentuch aus religiösen Gründen seit Jahren gelebte und akzeptierte Praxis. Wir respektieren diese Traditionen ausdrücklich.
* Die Ungleichbehandlung: Warum aber verweigert man Bürgern, die sich aus ökologischen oder persönlichen Gründen für die Reerdigung entscheiden, das gleiche Recht auf eine Bestattung ohne Sarg? Warum beugen sich Satzungen hier ausländischen Riten, verwehren aber den modernen Bedürfnissen aus dem eigenen Land die Anerkennung?
Lichtblicke in Schleswig-Holstein
Während wir in Hamburg noch auf Antworten (z. B. vom Friedhof Ohlsdorf) warten, zeigen Standorte wie Großhansdorf oder Mölln, dass es anders geht. Hier erkennt man, dass die Reerdigung eine zeitgemäße Antwort auf den Wunsch nach Naturnähe ist. Hier wird nicht blockiert, sondern ermöglicht.
Unser Standpunkt: Bestattungsfreiheit jetzt!
Es darf nicht vom Wohnort oder der Postleitzahl abhängen, ob man seinen letzten Weg ökologisch konsequent zu Ende gehen darf. Eine Transformation zu Humus, die anschließend wieder in einen Holzsarg gezwungen wird, ist ökologischer und logischer Unsinn.
Wir fordern eine einheitliche und tolerante Auslegung der Friedhofsordnungen – für echte Wahlfreiheit und gegen bürokratische Willkür.
Die Sicht der Kirche: Tradition im Wandel
Die Nordelbische Kirche betont in ihren Leitlinien traditionell die Würde des Verstorbenen und die Hoffnung auf Auferstehung. Während das klassische Begräbnis auf dem Friedhof als Ort des gemeinsamen Gedenkens weiterhin das Herzstück kirchlicher Bestattungskultur bildet, verschließt sich die Kirche dem gesellschaftlichen Wandel nicht gänzlich.
Die Kernpunkte der kirchlichen Position:
* Der Friedhof als Ankerpunkt: Die Kirche sieht im Friedhof einen unverzichtbaren öffentlichen Raum für die Trauerbewältigung. Er ist ein Ort, der den Tod nicht versteckt, sondern ihm einen festen Platz im Sozialgefüge gibt.
* Würde und Unverfügbarkeit: Ein zentrales Anliegen bleibt, dass der menschliche Körper (auch in Form von Asche) nicht zur „beliebigen Sache“ wird. Deshalb wird die Beisetzung an festen, gewidmeten Orten gegenüber privaten Lösungen oft bevorzugt.
* Seelsorge im Fokus: Unabhängig von der Bestattungsform steht für die Kirche die Begleitung der Hinterbliebenen im Vordergrund. Die Gestaltung der Trauerfeier soll den individuellen Lebensweg des Verstorbenen widerspiegeln, ohne den christlichen Kern der Hoffnung zu verlieren.
„Der Friedhof ist kein Ort der Toten, sondern ein Ort der Lebenden, die einen Raum für ihre Erinnerung brauchen.“
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Hahn Bestattungen
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